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Corona im Herbst 2026: Was alle wissen sollten, von Varianten bis Impfempfehlungen

01. Oktober 2026

Corona bleibt eine ernstzunehmende Atemwegsinfektion im Herbst

Berlin — Die Pandemie ist vorbei, das Virus aber nicht. Im Herbst beginnen die saisonalen Infektionswellen erneut und SARS-CoV-2 zirkuliert weiterhin in verschiedenen Untervarianten. Für die meisten Menschen verläuft eine Infektion mild, doch bei Risikogruppen können schwere Verläufe und langfristige Folgen wie Long Covid auftreten.

Wie gefährlich ist Corona heute?

Covid-19 ist keine einfache Erkältung, sondern eine Multisystemerkrankung, die neben Atemwegen auch Herz, Blutgefäße und andere Organe betreffen kann. Dank Impfungen und durchgemachter Infektionen hat die Bevölkerung einen breiten Immunschutz aufgebaut. Das reduziert schwere Verläufe insgesamt, aber ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen tragen ein deutlich erhöhtes Risiko.

Welche Varianten sind derzeit relevant?

Seit dem Aufkommen von Omikron bilden sich immer wieder neue Sublinien. Derzeit beobachtet die WHO mehrere Untervarianten; einige stehen unter erhöhter Beobachtung, andere gelten als nur geringes zusätzliches Risiko für die öffentliche Gesundheit. Ob das so bleibt, hängt davon ab, ob sich eine neue Variante entwickelt, die die vorhandene Immunität besser umgeht.

Was ist beim Impfstoff neu?

Hersteller haben Impfstoffe an aktuell zirkulierende Subvarianten angepasst. Seit September sind angepasste Impfstoffe in Arztpraxen und Apotheken verfügbar, darunter mRNA- und proteinbasierte Präparate. Die Neubewertung zielt darauf ab, den Schutz gegen die derzeit verbreiteten Linien zu verbessern.

Wer sollte sich auffrischen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen gezielt für Personen mit erhöhtem Risiko (Stand Juli 2026). Dazu gehören:

  • Menschen ab 75 Jahren
  • Bewohnende von Pflegeeinrichtungen
  • Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen
  • Pflege- und Gesundheitspersonal mit direktem Patientenkontakt

Gesunde Erwachsene unter 60 Jahren und Schwangere benötigen nach aktuellem Stand generell keine Auffrischung. Für Kinder und Jugendliche wird angesichts des überwiegend milden Verlaufsgeschehen keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen.

Testen und Verhalten bei Symptomen

Corona-Tests sind nicht mehr verpflichtend, bleiben aber wichtige Werkzeuge zur Abklärung. Antigen-Selbsttests sind nach wie vor sinnvoll bei Symptomen. Für verlässlichere Ergebnisse empfiehlt sich ein Abstrich von Rachen und Nase und bei Unsicherheit ein Folge-Test nach etwa zwölf Stunden.

Bei positivem Testergebnis ohne behördliche Isolationspflicht gilt: möglichst drei bis fünf Tage zu Hause bleiben, Kontakte reduzieren und Hygieneregeln beachten. In vielen Fällen ist Homeoffice sinnvoll. Für Menschen mit Immunsuppression oder wenn Haushaltsmitglieder zu Risikogruppen gehören, empfiehlt sich weiterhin das Tragen einer Maske auch zu Hause.

Wann zum Arzt?

Risikopatientinnen und -patienten sollten nach einem positiven Test telefonisch den Hausarzt kontaktieren, damit eine individuelle Einschätzung und gegebenenfalls eine antivirale Therapie erfolgen kann. Diese Therapie ist nur wirksam, wenn sie früh im Krankheitsverlauf begonnen wird. Für alle anderen gilt: Wenn sich der Zustand nicht bessert oder verschlechtert, Arztbesuch suchen und zunächst telefonisch Rücksprache halten.

Wie lange ist man ansteckend?

Die Infektiosität ist kurz vor und nach Symptombeginn am höchsten. Viele Menschen sind bereits ansteckend, bevor sie Symptome bemerken. Die Dauer der Ansteckungsfähigkeit variiert: jüngere, gesunde Menschen können nach vier bis fünf Tagen wieder virusfrei sein, bei anderen kann die Ansteckungszeit bis zu zehn Tage dauern.

Fazit: Für die meisten Menschen bleibt Corona eine Erkrankung mit überwiegend mildem Verlauf. Gleichzeitig ist Vorsicht angebracht, um vulnerable Gruppen zu schützen. Impfungen, Tests und umsichtiges Verhalten in der Erkältungszeit sind die wichtigsten Instrumente, um das Gesundheitssystem zu entlasten und schwere Verläufe zu verhindern.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: saarbruecker-zeitung.de
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