Erfahrener Herzchirurg kandidiert für den Kreistag und will medizinische Versorgung stärken
Erfahrener Herzchirurg will Kreisgesundheit stärken und Verwaltungsaufwand verringern
Fulda/Petersberg — Prof. Dr. med. Thomas Stegmann, 79, verbindet eine lange chirurgische Karriere mit jahrzehntelanger Kommunalpolitik. Der renommierte Herzchirurg, der vor rund 40 Jahren von Hannover nach Fulda kam, tritt nun erneut an, um von der Gemeindevertretung in Petersberg in den Kreistag zu wechseln.
Medizinische Karriere und politische Erfahrung
Stegmann baute als Klinikdirektor die Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie am Klinikum Fulda auf und setzte damit einen medizinischen Meilenstein in der Region. Unter seiner Federführung erfolgte die erste Herztransplantation in Hessen, ein Schritt, den er als Ergebnis enger Zusammenarbeit mit politischen Unterstützern aus Stadt und Landkreis beschreibt. Seit knapp elf Jahren führt er die FDP-Fraktion in der Gemeindevertretung Petersberg.
Konkrete Ziele für den Kreistag
Für Stegmann steht im Mittelpunkt, die medizinische Infrastruktur im Landkreis zu stärken. Dazu gehören nicht nur das Klinikum, sondern auch die Krankenhäuser in der Region. Er fordert Erleichterungen für die Gründung von Gemeinschaftspraxen und MVZ-Strukturen, weil die Einzelpraxis in der heutigen Zeit an Grenzen stoße.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Haushaltspolitik: Die Kreis- und Schulumlage sollen nach Stegmanns Auffassung niedrig bleiben, weil dies die Gemeinden stärke. Seine Haltung fasst er mit deutlichen Worten zusammen: «Wir ersticken im Gesundheitswesen an Bürokratie».
Praxiswissen als politischer Vorteil
Als Geschäftsführer eines ambulanten Pflegedienstes kennt Stegmann die täglichen Folgen hoher Verwaltungsanforderungen. Er berichtet von Patienten, denen Zeit und Aufklärung fehlen, und will solche strukturellen Defizite im Kreistag angehen. Die Kandidatur versteht er als Chance, auf einer größeren politischen Ebene Einfluss zu nehmen: «Wer gestalten will, muss in den Kreistag».
Internationaler Blick, regionale Verantwortung
Über die Kreisgrenzen hinaus blieb Stegmann international aktiv, unter anderem als fachlicher Berater für universitätsmedizinische Fragen. Privat ist er als Hochseesegler unterwegs. Nach Jahrzehnten in Osthessen wolle er nun etwas von dem zurückgeben, was er selbst erhalten habe: Unterstützung aus Stadt und Kreis und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.
Stegmann wurde bei der letzten Kommunalwahl knapp nicht in den Kreistag gewählt. Für die bevorstehende Wahl steht er auf einem aussichtsreichen Listenplatz und setzt darauf, seine Erfahrungen und Prioritäten in die Kreispolitik einzubringen.

06. März
Pflege, Kliniken, Landärzte: Gesundheit dominiert die Landtagswahl in Baden-WürttembergGesundheit als Wahlprüfstein: Pflege, Kliniken und Landarztversorgung entscheiden über Vertrauen und Stimmen

06. März
Teilzeit als Erfolgsmodell: Kerckhoff-Klinik setzt auf flexible Arbeitszeitvielfalt«74 Prozent in Teilzeit – wie eine Klinik Gesundheit und Motivation gewinnt»

04. März
Kubas Gesundheitssystem steht vor dem KollapsKranke ohne Versorgung – Kubas Spitäler am Limit