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Arbeitslosigkeit steigt auf sieben Prozent – Jugendliche besonders betroffen, Gesundheitssektor bietet neue Stellen

01. September 2026

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit bei anhaltenden Jobangeboten im Gesundheitswesen

Wesel. Die Arbeitslosenquote in den Agenturbezirken Wesel und Kleve ist im August auf sieben Prozent gestiegen. Die Agentur für Arbeit bewertet die Entwicklung als erwartet, weist jedoch auf die besondere Belastung junger Menschen hin, die nach Schulabschluss oder in der Übergangsphase in den Arbeitsmarkt geraten.

Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel, sagt dazu: «Insbesondere junge Menschen haben sich arbeitslos gemeldet, nach dem Ende einer schulischen Ausbildung oder für die Zeit bis zum weiteren Schulbesuch beziehungsweise dem Einstieg ins Berufsleben. Auf der anderen Seite haben mehr Menschen als im Vormonat eine neue berufliche Perspektive gefunden.»

Kurzfristige Zahlen im Überblick

  • Im gesamten Agenturbezirk waren im August 29.764 Menschen arbeitslos gemeldet; das sind 705 Personen oder 2,4 Prozent mehr als im Vormonat.
  • Im Jahresvergleich stieg die Zahl um 304 Personen oder 1,0 Prozent.
  • Allein im Kreis Wesel waren 19.032 Personen arbeitslos gemeldet, ein Plus von 421 Personen oder 2,3 Prozent zum Vormonat; gegenüber dem Vorjahr beträgt der Zuwachs 575 Personen oder 3,1 Prozent.
  • Die Arbeitslosenquote im Kreis Wesel kletterte leicht auf 7,6 Prozent (Vormonat plus 0,1 Prozentpunkte).

Unterschiede nach Leistungsarten

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 125 Personen auf 6.421 und liegt damit 8,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Bereich der Grundsicherung (SGB II) werden derzeit 12.611 erwerbsfähige Hilfebedürftige betreut, ein Zuwachs von 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Arbeitsmarktbewegung und offene Stellen

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.112 Personen aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt arbeitslos. Dem gegenüber standen 791 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit, weil Betroffene eine Beschäftigung aufgenommen haben. Seit Jahresbeginn ergeben sich damit Verschiebungen, die auf eine weiterhin dynamische, aber gedämpfte Arbeitsmarktlage hinweisen.

Die Unternehmen im Kreis meldeten im August 504 neue Stellen, knapp drei Prozent mehr als im Juli. Aktuell sind 2.219 Stellen gemeldet, das sind 9,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Agentur hofft auf eine anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere in Sozial- und Gesundheitsberufen sowie im Bau- und verarbeitenden Gewerbe, was auf eine Verbesserung der Auftragslage in den Betrieben hindeuten würde.

Ausblick

Kurzfristig bleibt die Lage volatil: Während die Zahl der Arbeitslosen leicht steigt, entstehen zugleich Chancen in Bereichen mit Fachkräftebedarf. Entscheidend für die Entwicklung wird sein, ob die gemeldeten offenen Stellen weiter zunehmen und damit mehr Übergänge in Beschäftigung ermöglichen.

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