Drei von vier Beschäftigten im Gesundheitswesen in Niedersachsen sind Frauen
Drei Viertel des Gesundheitspersonals sind weiblich
Hannover, 31. März 2026 — Das Landesamt für Statistik Niedersachsen hat aktuelle Zahlen zum Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen vorgelegt. Ende 2024 waren in der Branche 576.400 Menschen beschäftigt, rund 8.300 oder 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Daten zeichnen ein Bild von einem dominierend weiblichen Berufssektor mit ausgeprägter Teilzeitkultur.
Auf Vollzeit umgerechnet belief sich die Personalstärke auf etwa 401.500 Vollzeitäquivalente. Das bedeutet, dass rechnerisch 100 Beschäftigte in Niedersachsen etwa 70 Vollzeitstellen abdecken. Besonders hoch war die Zahl der Vollzeitäquivalente je 100 Beschäftigte in Verwaltungseinrichtungen und im Gesundheitsschutz, wo jeweils 83 Vollzeitäquivalente gemeldet wurden, was auf weniger Teilzeit dort hindeutet.
Der Frauenanteil im niedersächsischen Gesundheitspersonal lag bei 76,9 Prozent und hat sich in den vergangenen 15 Jahren kaum verändert. Am stärksten vertreten sind Frauen in ambulanten Einrichtungen wie Arztpraxen, dort liegt ihr Anteil bei 81,8 Prozent. Deutlich geringer ist der Anteil in den Rettungsdiensten, wo nur 34,0 Prozent der Beschäftigten Frauen sind.
Die Zahlen unterstreichen die anhaltende Struktur des Arbeitsmarkts im Gesundheitswesen: hohe Gesamtbeschäftigung, verbreitete Teilzeit sowie eine deutliche geschlechtsspezifische Aufteilung der Tätigkeitsfelder. Politik und Einrichtungen sehen sich damit Herausforderungen gegenüber, etwa in Fragen der Personalgewinnung, Arbeitszeitmodelle und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Das LSN veröffentlichte die Daten als Teil seiner jährlichen Arbeitsmarktstatistik für den Gesundheitssektor. Die Behörde weist darauf hin, dass strukturelle Veränderungen nur langsam sichtbar werden und konkrete Maßnahmen erforderlich sind, um Versorgungssicherheit und faire Karrierechancen im gesamten Sektor zu gewährleisten.

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