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Interprofessionelle Simulation an der Universität der Algarve stärkt Teamarbeit und Patientensicherheit

06. Oktober 2026

Interprofessionelle Simulation stärkt Teamarbeit und Patientensicherheit

Faro — An der Universität der Algarve haben Medizinstudierende und Pflegestudierende im Abschlussjahr an einem neuartigen simulationsbasierten Trainingsprogramm teilgenommen, das weit über das Erlernen klinischer Fertigkeiten hinausgeht. Ziel der Initiative ist es, reale Teamdynamiken, Kommunikation und das kritische Zusammenspiel im Notfall praxisnah zu vermitteln.

In praxisnahen Szenarien wurden die Teilnehmenden mit anspruchsvollen Notfallsituationen konfrontiert. Die Übungen orientierten sich an bewährten Konzepten wie Crisis Resource Management und TeamSTEPPS und verlangten von den Teams, Situationen schnell einzuschätzen, Prioritäten zu setzen und klare, geschlossene Kommunikation anzuwenden. Dabei zeigte sich schnell: Fachwissen allein reicht nicht aus, um Patientensicherheit zu garantieren.

Ärztinnen und Ärzte gewannen ein tieferes Verständnis für die entscheidende Rolle der Pflege bei Überwachung, Koordination und Früherkennung von Verschlechterungen. Pflegestudierende wiederum erhielten Einblicke in medizinisches Entscheidungsfindung und klinisches Denken. Die gemeinsame Arbeit förderte gegenseitigen Respekt, Vertrauen und die Einsicht, dass sichere Versorgung Teamarbeit bedeutet.

Realistische Fehlerkultur als Lernchance

Die Simulationen boten einen geschützten Raum, um Entscheidungen unter Druck zu treffen und daraus zu lernen, ohne Patientinnen und Patienten zu gefährden. Fehler wurden in konstruktiven Nachbesprechungen analysiert und dienten als Ausgangspunkt für persönliche und professionelle Entwicklung. Viele Teilnehmende berichteten von gestärktem Selbstvertrauen im interprofessionellen Dialog und einer größeren Bereitschaft, Bedenken zu äußern — ein Schlüssel für die Verbesserung der Patientensicherheit.

Langfristige Wirkung auf die Versorgung

Über die unmittelbaren Lernerfolge hinaus zielt das Programm darauf ab, eine nachhaltige Kultur der Zusammenarbeit zu etablieren. Studierende, die früh interprofessionell ausgebildet werden, treten in die Berufspraxis mit einer Haltung ein, die Kooperation, offenes Feedback und gemeinsame Verantwortung in den Mittelpunkt stellt. Damit leistet die Initiative einen Beitrag, der weit über die Universität der Algarve hinaus Wirkung entfalten kann.

Fazit: Die simulationsbasierte Ausbildung an der Universität der Algarve zeigt eindrücklich, dass interprofessionelles Lernen nicht nur Kompetenz vermittelt, sondern Teams formt, die in kritischen Momenten besser kommunizieren, kooperieren und so die Sicherheit ihrer Patientinnen und Patienten erhöhen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: theportugalnews.com
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