Neue Apotheke im Gesundheitszentrum verkürzt Wege und stärkt Versorgung
Dezentralisierte Medikamentenausgabe bringt Patienten näher an die Therapie
In Jardim Iguaçu wurde am Morgen des 30. März die Apotheke der Basisgesundheitseinheit Guilhermina Mazzali Gaida in Betrieb genommen. Die Neuerung ermöglicht die kostenlose Abgabe von Medikamenten nach den Listen des öffentlichen Gesundheitssystems und erspart vielen Anwohnern künftig den Weg zur zentralen UPA-Apotheke in Paranaguá.
Bürgermeister Adriano Ramos bezeichnete die Eröffnung als Teil einer kommunalen Strategie zur Dezentralisierung der Gesundheitsversorgung. «Die Menschen in Jardim Iguaçu, Vila Marinho, Santa Helena und Jardim Figueira können ihre Therapien nun direkt dort beginnen, wo sie behandelt wurden», erklärte er und betonte die entlastende Wirkung für Familien, die bisher lange Fahrten in Kauf nehmen mussten.
Der Gemeindegesundheitssekretär Daniel Fangueiro hob hervor, dass die Apotheke eine längst erwartete Ergänzung zur bereits vorhandenen ärztlichen Infrastruktur darstellt. «Patienten erhalten Rezept und Medikamente an einem Ort, beginnen sofort mit der Behandlung und vermeiden belastende Fahrten etwa mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen», sagte er.
Samuel Augusto Gentilin vom Arzneimittelamt erläuterte, dass die Versorgung der Bevölkerung nun flexibler organisiert werde. Alle in der 24-Stunden-Apotheke neben der Notaufnahme verfügbaren Präparate sind auch in der neuen Einrichtung erhältlich. Die Ausgabe orientiert sich an der nationalen Liste des öffentlichen Gesundheitssystems und daran angepassten kommunalen Bedarfslisten.
- Standort: Basisgesundheitseinheit Guilhermina Mazzali Gaida, Jardim Iguaçu
- Öffnungszeiten: 7:30 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 16:30 Uhr
- Versorgte Gebiete: Jardim Iguaçu sowie umliegende Viertel wie Vila Marinho, Santa Helena und Jardim Figueira
Die Apotheke konnte unter anderem durch die kürzliche Einstellung eines neuen Apothekers eröffnet werden. Die Maßnahme soll nicht nur die Therapietreue verbessern, sondern auch die Zugänglichkeit zur grundlegenden Arzneimittelversorgung erhöhen.
Weitere Investitionen im kommunalen Gesundheitswesen angekündigt
Bürgermeister Ramos kündigte zugleich weitere Projekte an: vier neue, moderne Gesundheitszentren sowie die Planung einer städtischen Notfallambulanz (PAM), mit der die Versorgung vor Ort weiter gestärkt werden soll. Ziel ist es, belastete zentrale Einrichtungen zu entlasten und dringende Versorgung in die Regionen zu bringen, aus denen zahlreiche Patienten derzeit in die UPA kommen.
Die Eröffnung der Apotheke in Jardim Iguaçu ist ein konkreter Schritt dieser Strategie und wurde von der Gemeinde als Maßnahme bezeichnet, die den Alltag zahlreicher Familien erleichtert und die Wirksamkeit lokaler Behandlungsabläufe erhöht.
Paranaguá bleibt damit auf dem Kurs, die Gesundheitsinfrastruktur gezielt auszubauen und Versorgungsketten näher an die Bevölkerung zu bringen.

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