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US-Privatsektor legt leicht zu — Gesundheitswesen und Bau dominieren, Handel schrumpft

01. April 2026

Privatsektor in den USA verzeichnet moderaten Anstieg, Zuwachs konzentriert sich auf wenige Branchen

Das Beschäftigungswachstum im privaten Sektor der USA hat sich im März leicht stärker als erwartet gezeigt, bleibt aber ungleich verteilt und verweist auf anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten. Laut ADP-Daten stieg die Zahl der Arbeitsplätze im Privatsektor um 62 000 und übertraf damit die Prognose von 39 000. Damit liegt der Monatsergebnis nur knapp unter dem nach oben revidierten Wert für Februar.

Der ADP-Bericht, der den öffentlichen Sektor ausklammert, deutet darauf hin, dass die Einstellungen zwar weiterhin stattfinden, das Momentum aber vor allem in ausgewählten Bereichen konzentriert ist.

Gesundheitswesen und Bau treiben Stellenaufbau

Wie bereits im Vormonat entfielen die größten Zuwächse auf das Gesundheitswesen und das Baugewerbe. Die Branche Bildungs- und Gesundheitsdienste schuf 58 000 Stellen und erreichte damit in etwa das Niveau des Februars, während das Baugewerbe um 30 000 Stellen zunahm. Das Gesundheitswesen bleibt ein zentraler Stabilisator des Arbeitsmarktes, nicht zuletzt nach den Störungen infolge des Streiks bei Kaiser Permanente, der im Februar vorübergehend mehr als 30 000 Beschäftigte betraf.

ADP-Chefvolkswirtin Nela Richardson kommentierte: «Insgesamt sind die Einstellungen stabil, aber das Stellenwachstum begünstigt weiterhin bestimmte Branchen, darunter das Gesundheitswesen.»

Weitere Sektoren zeigen gemischte Entwicklung

  • Informationsdienste: +16 000
  • Rohstoff- und Bergbauwirtschaft: +11 000
  • Freizeit und Gastgewerbe: +7 000

Dagegen gab es in wichtigen Bereichen Rückgänge: Handel, Verkehr und Versorgungsunternehmen bauten 58 000 Stellen ab, das verarbeitende Gewerbe verlor 11 000 Arbeitsplätze. Insgesamt war die Verteilung zwischen warenproduzierenden und dienstleistungsorientierten Branchen mit 30 000 gegenüber 32 000 neu geschaffenen Stellen relativ ausgewogen.

Kleine Firmen übernehmen Rolle beim Einstellungswachstum

Ein auffälliger Trend ist die Stärke kleiner Unternehmen. Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern waren für den Großteil der Schaffung neuer Stellen verantwortlich und stellten im März 85 000 Personen ein. Mittelgroße Unternehmen reduzierten ihre Belegschaft um 20 000, große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern strichen 4 000 Stellen. Es ist der zweite Monat in Folge, in dem kleine Betriebe die Dynamik anführen, möglicherweise weil sie aufholen oder als Reaktion auf breitere wirtschaftliche Belastungen zusätzliche Arbeitskräfte einstellen.

Löhne bleiben stabil, Ausblick vorsichtig

Das Lohnwachstum zeigt Anzeichen von Stabilität: Die Bezahlung von Arbeitnehmern, die in ihren Jobs blieben, stieg im Jahresvergleich um 4,5 Prozent, unverändert gegenüber Februar. Beschäftigte, die den Arbeitgeber wechselten, verzeichneten im Schnitt ein Lohnplus von 6,6 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vormonat.

Der ADP-Bericht erscheint vor den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, die später in der Woche erwartet werden und einen Zuwachs von rund 59 000 Stellen bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent prognostizieren. Ökonomen warnen dennoch vor Risiken: Steigende Energiekosten durch geopolitische Spannungen und allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit könnten die Einstellungen belasten und das Risiko für Entlassungen in den kommenden Monaten erhöhen.

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