Psychologieabsolventen werden zum Schlüssel für Unternehmen und Schulen
Arbeitsmarkt öffnet neue Wege für Psychologieabsolventen
Hanoi — Psychologieabsolventen sind zunehmend gefragte Fachkräfte, weil Unternehmen, Bildungseinrichtungen und soziale Organisationen verstärkt in psychische Gesundheit und Personalentwicklung investieren. Dr. Dinh Tien Hieu, Leiter der Abteilung für Ausbildung und Studentenangelegenheiten an der Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften der Vietnam National University, Hanoi, betont die wachsende Bedeutung psychologischer Kompetenz im beruflichen Alltag.
«Aktuell ist die Nachfrage nach Psychologieabsolventen hoch. Viele Unternehmen rekrutieren proaktiv Psychologieabsolventen, um Mitarbeitern psychologische Unterstützung zu bieten oder an Personalentwicklungsmaßnahmen teilzunehmen», sagte Herr Hieu.
Associate Professor Dr. Dang Hong Son ergänzt, dass in den letzten fünf bis zehn Jahren nicht nur die Zahl der offenen Stellen gestiegen sei, sondern auch die Erwartungen an praktische Fähigkeiten und berufsethisches Verhalten deutlich zugenommen hätten. Treiber dieses Trends sind laut ihm unter anderem ein gestärktes Bewusstsein für psychische Gesundheit nach der COVID-19-Pandemie, eine intensivere Rolle der Schulpsychologie und der zunehmende Druck auf Produktivität und Innovation in Unternehmen.
- Breite Einsatzfelder: Beratung und Therapie, Schulpsychologie, Personalwesen, Organisationsentwicklung, Kommunikation, betriebliches Gesundheitsmanagement, Forschung und Lehre.
- Konkrete Arbeitgeber: private und internationale Schulen, Beratungszentren und Kliniken, multinationale Konzerne im Bereich Training und Kundendienst, NGOs und gemeinnützige Projekte.
- Arbeitsmarktdaten: An der Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften finden derzeit etwa 90 Prozent der Absolventen eine Anstellung; das durchschnittliche Einstiegsgehalt wird mit 6 bis 10 Millionen VND pro Monat angegeben.
Für Absolventinnen und Absolventen bedeutet das: Neben fundiertem Fachwissen sind Empathie, soziale Kompetenz, Kommunikationsstärke, kritisches Denken sowie Forschungskompetenzen entscheidend. Fremdsprachenkenntnisse und praktische Erfahrung durch Praktika erhöhen die Chancen in einem zunehmend internationalen und interdisziplinären Umfeld.
Hochschulen reagieren auf die Entwicklung mit Beratungsangeboten, praxisorientierten Lehrinhalten und Karrieremessen, um Studierende gezielt auf die vielfältigen Berufsfelder vorzubereiten. Angesichts der gesellschaftlichen Priorisierung psychischer Gesundheit ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach qualifizierten Psychologinnen und Psychologen weiter steigt.
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